Lebens- und Sterbebegleitung



Was ist Palliative Care?

Palliative Care sorgt für die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen, bejaht das Leben und betrachtet das Sterben als einen normalen Prozess; sie beabsichtigt weder, den Tod zu beschleunigen noch ihn hinauszuzögern. Palliative Care integriert die psychologischen und spirituellen Aspekte der Versorgung der Patienten und bietet ein Unterstützungssystem, das ihnen dabei behilflich sein soll, bis zum Tod so aktiv wie möglich zu leben. Zudem bietet Palliative Care ein Unterstützungssystem, das der Familie hilft, mit der Krankheit des Patienten und der eigenen Trauer zurecht zu kommen. Als teamorientierter Ansatz widmet Palliative Care sich den Belangen von Patienten und deren Familien, falls notwendig, inklusive Trauerberatung. Sie erhöht die Lebensqualität und vermag den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen... (WHO 2002, Definition Palliative Care).

Palliative Care bedeutet für uns im Sozialzentrum Satteins auch, an einer positiven Teamentwicklung (Partizipation ...) zu arbeiten, und in unserer Einrichtung dafür zu sorgen, dass die Organisationsform den Bedürfnissen der zu betreuenden Menschen und deren Angehörigen gerecht wird.


Der Versorgungsbedarf älterer Menschen am Ende des Lebens

Es stellt keine Überraschung dar, dass die meisten Sterbefälle in den europäischen und anderen Industrieländern sich bei Menschen im Alter von über 65 ereignen. Nichts desto weniger ist ihr Bedarf an Palliativversorgung vergleichsweise wenig erforscht. Alte Menschen haben sehr eindeutig spezielle Bedürfnisse, weil ihre Probleme sich sehr von den Problemen jüngerer Leute unterscheiden und oft komplexer sind.

  • Ältere Menschen leiden in der Regel häufiger unter multiplen medizinischen Problemen unterschiedlicher Schweregrade.

  • Deren kumulativer Effekt ist viel größer als der einer einzelnen Krankheit und wird normalerweise zu einer größeren Beeinträchtigung und vermehrtem Versorgungsbedarf führen.

  • Bei älteren Menschen besteht ein größeres Risiko für Nebenwirkungen von Medikamenten und für iatrogen verursachte Erkrankungen.

  • Leichte Beschwerden können bei alten Menschen eine größere kumulative psychische Wirkung zeigen.

  • Probleme akuter Erkrankung können physische oder mentale Beeinträchtigung, ökonomische Not und soziale Isolation überlagern. (WHO 2008, Bessere Palliativversorgung für Ältere Menschen, S. 14f)

Palliativbeauftragter: DGKP Christian Leiter

"Der Weg ist das Ziel"
(Konfuzius)





   Hier erhalten Sie die Broschüre "Lebens- und Sterbebegleitung"


   Hier erhalten Sie die Broschüre "Ratgeber für Angehörige"