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Das Sozialzentrum Satteins hat sls erste Einrichtung in Vorarlberg "Ergo-Coaches" ausgebildet, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern


Jeder Mitarbeiter lernt den richtigen Handgriff mit Diligent der positiven 8

Ein Maurer darf nur 25 Kilo schwere Säcke schleppen, 50 Kilo Säcke sind gesetzlich nicht mehr zulässig. Pflegekräfte müssen und dürfen allerdings einen Bewohner mit 70 bis 80 Kilo heben oder tragen.

Pro Arbeitstag ist die Wirbelsäule einer Pflegekraft einem Gewicht von mehreren Tonnen ausgesetzt. Jedes Zimmer im Haus, sowie die Stationsbäder sind mit Deckenliftern ausgestattet. Diese hängen an einem Schienensystem, das in die Raumdecke eingelassen wird. Mit Hilfe dieses "Fahrstuhls" können die 37 Bewohner bei Bedarf in Rollstühle oder sonstige Hilfsmittel "geliftet" werden. Fahrbare Passivlifter, Badesitzlifter, Aufstehhilfen sowie kleinere Hilfsmittel wie Anziehhilfen oder Gleitmatten gehörten bereits zum Inventar.


Revolution in der Pflege

Das Sozialzentrum Satteins ging noch einen Schritt weiter: "Wir sind entschlossen, die Zukunft im Pflegebereich gemeinsam zu gestalten und die Beanspruchungen am Arbeitsplatz nicht auf dem Rücken unserer Mitarbeiter austragen.", so der Tenor der Heimleitung. Innerhalb eines Jahres wurden sie ausgebildet und im Frühjahr 2014 werden alle Ergo Coach-Anwärter ihre Urkunden im Rahmen einer Feier überreicht bekommen. "Die Schulung und die Hilfsmittel, die wir täglich einsetzen, bieten uns eine große Erleichterung und sind eine Revolution in der Pflege. Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle stehen in der Pflege an der Tagesordnung. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen werden die Ergo-Coaches nun an alle Pflegekräfte in Workshops weitergeben.

Unterstützt wird das Sozialzentrum bei der Umsetzung des Projektes von der Firma ArjoHuntleigh, die auch die Ausbildung der Coaches übernommen hat und den gesamten Veränderungsprozess über die nächsten Monate inklusive Umsetzung in die Praxis begleiten. wird.


Bessere Versorgung

Mit dieser Ausbildung ist die Einrichtung ein gutes Stück in Richtung einer so genannten einheitlichen Transferpolitik weiter gekommen. "Damit wird verbindlich für alle Mitarbeiter festgelegt, welche Handgriffe in Zukunft wie zu tätigen sind. Aber nicht nur die Mitarbeiter profitieren von dem neuen System. Auch die Bewohner, können noch besser und sicherer gepflegt und mobilisiert werden.


Ausbildung zum "Ergo Coach"

Erstes Haus mit "Ergo-Coaches" in Vorarlberg gemeinsam mit Nenzing.
Anzahl: alle Mitarbeiter aus den Häusern Satteins und Nenzing
Ausbildungsdauer: 8 Monate(berufsbegleitend)
Inhalte: Erlernen von physiologischen Bewegungsabläufen (Lehre der menschlichen Bewegungen), ergonomisches Heben und Bewegen, Verlagerung im Bett, Haptonomie, Rückenschonende Arbeitsweisen, sichere und verletzungsfreie Transfers für die Bewohner, Rückenschule.